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29Jun

Energiewende auf dem Bierdeckel – Lisa Badum im Gespräch am 5. Juli 2017 in Neunkirchen

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Lisa Badum präsentiert: Die Energiewende auf dem Bierdeckel

der Grüne Ortsverband Neunkirchen am Brand freut sich darauf, am 5. Juli 2017 um 19 Uhr unsere aussichtsreiche Kandidatin zur Bundestagswahl Lisa Badum aus Forchheim im Pfarrgemeindehaus Kolping in Neunkirchen begrüßen und mit ihr über ihr Herzensthema Energiewende sprechen zu können.

Lisa erklärt ihr Anliegen so:

“Die Energiewende wieder zum Herzensprojekt der Menschen zu machen – das ist mein Ziel. Energiewende kann so einfach und verständlich sein, dass sie auf einen Bierdeckel passt. Technisch ist sie längst machbar – jetzt muss sie politisch entschieden werden! Darüber möchte ich mit Euch diskutieren! Ich freue mich sehr bei den Grünen in Neunkirchen zu Gast zu sein!”

Wir sind gespannt auf einen kurzweiligen Abend, an dem Lisa Badum unter anderem aufzeigt, dass die Energiewende gar nicht so kompliziert ist, wie Viele denken, dass sie uns Alle angeht und dass sie gleich vor unserer eigenen Haustür, hier in der Region um uns herum passiert. Und dass da noch viel mehr geht.

Dazu laden wir herzlich ein!

Lisa Badum ist Direktkandidatin der Grünen im Wahlkreis Bamberg/Forchheim und oberfränkische Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl. Die 33-jährige Politikwissenschaftlerin und Kreisrätin aus Forchheim arbeitet seit 2012 bei einem grünen Energieversorger für Bürgerenergie und die dezentrale Energiewende. Sie ist Mitglied im Vorstand von Bürgerenergie Bayern e.V.

10Mai

10H-Urteil: Windabstandsgesetz nicht verfassungswidrig – Energiewende auch bei uns im Landkreis weiterhin nur mit angezogener Handbremse

An den meisten guten Windstandorten im Bayern und damit auch in Oberfranken wird es bis auf weiteres keinen Ausbau der Windkraft geben, wenn vor Ort kein Konsens darüber besteht.

Eine kleine, laute Minderheit behält damit ein Vetorecht über den mehrheitlichen Wunsch der Bevölkerung nach mehr erneuerbaren Energien. Der Umwelt, dem Klimaschutz und auch der regionalen Wertschöpfung hilft dieses Urteil nicht, sondern wirft die Bemühungen vieler Bürgerinnen und Bürger um nachhaltige Energieerzeugung zurück.

Entgegen allen anderslautenden Ankündigungen und Aussagen der bayerischen Staatsregierung, die immer von erneuerbaren Energien spricht, fährt Bayern dank der 10H-Regelung nur mit angezogener Handbremse in Richtung Energiewende.

So werden Energiewende und Klimaschutz auch bei uns vor Ort in Oberfranken mit unseren guten Standorten für die Windkraft ausgebremst, anstatt den Atomausstieg zu beschleunigen und den Kohleausstieg zu forcieren.

Langfristig wird Bayern so trotz großer Energieressourcen im Land zu einem Energieimportland, während andere Bundesländer zu Energieexporteuren werden. Damit werden in Bayern die Energiekosten für Bürger und Wirtschaft tendenziell wachsen. Zusätzlich zu den Energieimporten müssen auch noch die Kosten für mehr Stromleitungen und Stromtransportgebühren bezahlt werden. Die Masche der Union ist es aber, jegliche Steigerung der Strompreise den Grünen in die Schuhe zu schieben und damit Wahlkampf zu machen. Zunehmend werden die Bürgerinnen und Bürger dieses Spiel jedoch durchschauen und erkennen, dass über ihren Geldbeutel Wahlkampf für die Union und gegen ihre Interessen gemacht wurde und wird.

Wir Grünen werden uns in Oberfranken, München, Berlin und Europa weiter für eine schnellstmögliche Energiewende und 100% Erneuerbare einsetzen. Mit einer Politik, die mit klaren und ausbaufreundlichen Rahmenbedingungen Planungssicherheit für Bürger und Investoren bietet.“

 

12Dez

Klimakonferenz: Ein echter Winter in Bayern? Staatsregierung verschläft Klimakrise

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2015 wird wohl das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen sein. Das bedeutet, dass auch auf Bayern gravierende klimatische Veränderung zukommen: Höhere Temperaturen, weniger Schnee, vermehrter Starkregen, aber auch längere Dürreperioden. Besonders Nordbayern könnte bald von einem ernstzunehmenden Wassermangel betroffen sein.

Landesvorsitzender Eike Hallitzky kommentiert:

„Es ist unabdingbar, dass sich die Weltgemeinschaft bei den Verhandlungen in Paris einigt. Wie erfolgreich der Kampf gegen die Erderwärmung sein wird, entscheidet sich aber danach bei Umsetzung vor Ort. Das 2°-Ziel kann nur erreicht werden, wenn wir alle mitmachen. Die Staatsregierung aber verschläft den Klimawandel und seine Folgen für Bayern. Natur und Landwirtschaft, Tourismus und Infrastruktur müssen sich dem wandelnden Klima anpassen. Mit dem Klimareport Bayern wurde aber lediglich eine Bestandsaufnahme vorgelegt.

Doch solange die Staatsregierung daraus keinerlei Konsequenzen zieht und die Menschen auf die Veränderungen vorbereitet, ist die Umweltministerin weiterhin eine komplette Fehlbesetzung.Der Klimawandel wird nicht durch Nichtstun, Windkraftblockade und industrielle Landwirtschaft gebremst. Ein echter Winter in Bayern? Mit dieser Staatsregierung gehört er der Geschichte an.“

03Mrz

Die eigene Photovoltaik-Anlage – Kosten, Nutzen, Machbarkeit

Mit teilweise sehr detaillierten Fragen zu PV-Anlagen kamen die Interessenten zur Info-Veranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen am 28. Februar 14 in den Gasthof Bürger. Willi Harhammer, Geschäftsführer und Eigentümer der iKratos Solar- und Energietechnik GmbH blieb keine Antwort schuldig. Detailliert zeigte er die Möglichkeiten der Umsetzung von Photovoltaik-Anlagen sowie deren derzeitige Kosten und Nutzen auf. Durchschnittlich amortisieren sich PV-Anlagen auf Privatdächern nach seinen Aussagen zurzeit nach ca. 8 Jahren – bei einer Lebenszeit von bis zu 30 Jahren und einer über 20 Jahre garantierten Einspeisevergütung. Das vielfach selbst schon sehr kundige Publikum erfuhr an dem Abend trotzdem einiges Neues, auch über die derzeit zu erwartenden politischen Entwicklungen bei den Regelungen zu Erneuerbaren Energien. Vorgestellt wurden auch Solarthermieanlagen sowie Umsetzungsmöglichkeiten von Wärmepumpen.

Zuvor erläutere Barbara Cunningham, Listenkandidatin für den Gemeinderat Neunkirchen und Vorstandsmitglied der Bürger-für-Bürger-Energie eG, die Hintergründe und Notwendigkeiten der Energiewende: vom rasanten Verbrauch sämtlicher fossiler Energieträger über das CO2-Problem für das Weltklima bis zur Problematik der Abhängigkeit Deutschlands vom Import von Gas und Öl aus Russland, die gerade derzeit vermehrt Grund zur Besorgnis liefert. Lösbar wären alle diese Probleme mit Erneuerbaren Energien.

14Mrz

Energiewende & Strompreis, Teil 1: Altmaier hat sich verrechnet

Die Energiewende erhält unsere natürlichen Lebensgrundlagen für nachfolgende Generationen und belässt die Wertschöpfung im eigenen Land anstatt Autokraten im Ausland zu finanzieren. Sie sichert im ganzen Land Tausende Arbeitsplätze. Und sie ist senkt nicht nur mittel- und langfristig unsere Strom- und Energiekosten um viele Milliarden, sondern ermöglicht auch heute schon günstige Stromerzeugung. Dies zeigen die Preise von unter 5 Cent pro Kilowattstunde an der Strombörse trotz Abschaltung mehrerer Atomkraftwerke. Die wahren Kosten der Energiewende und ein transparenter Strompreis für Verbraucher werden aber von der schwarz-gelben Bundesregierung bewusst verschleiert und zu Wahlkampfzwecken missbraucht.

In der Serie “Energiewende & Strompreis” informiert der Ortsverband Neunkirchen am Brand über die wahren Zusammenhänge und wirtschaftlichen Hintergründe – denn Deutschland hat unendlich viel saubere und klimafreundliche Energie!

In Teil 1 erklärt die Grüne Bundestagsfraktion, warum sich Umweltminister Altmaier mit seiner Billion verrechnet hat:

“Der Zahl 1 Billion Euro als Kosten für die Energiewende wollte die Fachwelt schon vorher keinen Glauben schenken. Jetzt hat eine Studie des Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace Energy und Bundesverband Erneuerbare Energie gezeigt: Der Bundesumweltminister hat sich verrechnet – und zwar nicht nur ein bisschen!

Rechenfehler Nummer 1: Kosten seit Beginn des EEG

Nach Peter Altmaier sind seit Beginn der Förderung von Erneuerbare-Energien-Anlagen Kosten von insgesamt 67 Milliarden Euro entstanden. Diesen Betrag errechnet er aus den gesamten Vergütungen für EEG-Strom abzüglich des Börsenpreises. Er vernachlässigt in dieser Rechnung jedoch, dass die vorrangige Einspeisung von Ökostrom den Börsenstrompreis merklich abgesenkt hat. Dieser „Merit-Order-Effekt“ hat allein zwischen 2006 und 2011 mehr als 20 Milliarden Euro eingespart. Dieser Posten taucht in seiner Rechnung leider gar nicht erst auf!

Rechenfehler Nummer 2: Kosten bis 2022

Bei den Kosten für die kommenden zehn Jahre stellt der Umweltminister seine Rechenschwäche noch deutlicher unter Beweis: Hier veranschlagt er insgesamt 250 Milliarden Euro für die EEG-Förderkosten. Vergleicht man diese Zahl mit den aktuell 16 Milliarden Euro, die pro Jahr an die Ökostromproduzenten bezahlt werden, wird ziemlich schnell klar, dass die Viertelbillion ziemlich hochgegriffen ist. Denn selbst wenn die aktuellen Förderkosten bestehen blieben, wäre man 2022 bei 160 Milliarden Euro angekommen. Allerdings ist auch diese Zahl zu hoch gegriffen, schließlich sinken die Vergütungssätze stetig. Diesen gesetzlich festgelegten Umstand ignoriert Altmaier schlicht. Dazu kommt, dass er selbst kürzlich einen Deckel für die Photovoltaik eingeführt hat, der in wenigen Jahren erreicht sein wird. Ein weiterer kostenbremsender Faktor.

Rechenfehler Nummer 3: Kosten bis Ender der 2030er Jahre

Beim Kostenpunkt für diesen Zeitabschnitt – 360 Milliarden Euro – schlägt sich der vorangegangene Rechenfehler noch gravierenderer nieder. Denn die Kosten für die Einspeisevergütung werden durch die Degression bis dahin weiter gesunken sein. Und selbst wenn man die heutige Gesetzeslage und die jetzt noch vorgesehenen Vergütungssätze ansetzten würde, käme man nicht auf die Altmaier’sche Zahl.

Rechenfehler Nummer 4: Vermiedene Kosten

Um eine seriöse Rechnung der Kosten der Energiewende aufzustellen, muss man auch die vermiedenen Belastungen miteinbeziehen. An dieser Stelle ist Altmaier besonders unseriös: Denn in seiner Analyse tauchen weder die höheren Investitionen für Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke auf, die es ohne den Ausbau der Erneuerbaren geben würde – laut Studie wären allein für die AKW-Nachrüstung bei Laufzeitverlängerung fast 50 Milliarden Euro fällig geworden –, noch berücksichtigt er die vermiedenen Umweltschäden. Allein für den Strombereich ist hier mit einer Ersparnis von 362 Milliarden Euro zu rechnen. Diese Zahl liegt deutlich über den 203 Milliarden Euro, die Altmaiers Ministerium im letzten Jahr als Mehrbelastung errechnet hat bei einem Vergleich der Erzeugungskosten von erneuerbaren und konventionellen Kraftwerken.

Fazit: Setzen, sechs! Herr Minister.

Letztlich zeigt sich: Die Energiewende kostet nicht, sie vermeidet Kosten! Quod erat demonstrandum.

Oder hatte Altmaier erst gar nicht vor seriös zu rechnen und wollte sich im Wahlkampf nur als Mahner und Retter vor einer selbsterfundenen Kostenexplosion aufspielen? So oder so: Der notwendigen und gesellschaftlich gewollten Energiewende in Deutschland hat Altmaier damit einen Bärendienst erwiesen.”

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